180 SECONDS

...meine Welt ist deine




Autor: Jessica Park

Verlag: LYX

Anzahl Seiten: 384

ISBN-Nr.: 978-3-7363-1137-4

Bewertung:






Klappentext

Manchmal passiert das Unerwartete. Manchmal bringt dich jemand dazu, deine eigenen Regeln zu brechen.

Nachdem sie als Kind von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wurde, glaubt Allison nicht mehr daran, dass irgendetwas im Leben von Dauer ist. Sie verbringt ihre Zeit am College zurückgezogen und meidet den Kontakt zu anderen. Das ändert sich, als sie zufällig Teil eines sozialen Experiments wird: 180 Sekunden soll sie Augenkontakt mit einem Fremden halten. Doch weder sie noch Esben, der Social-Media-Star, der ihr gegenübersitzt, rechnen damit, dass dies ihr Leben für immer verändert...

Meine Meinung

Handlung

180 Seconds handelt von Allison, die in ihrem Leben schon einiges durchmachen musste. Nachdem sie immer wieder von einer Pflegefamilie in die nächste abgeschoben wurde, findet sie endlich bei ihrem Adoptivvater ein Zuhause. Doch sie kann sich emotional nicht von ihrem Ballast lösen und daher auch keine richtige Beziehung aufbauen, zu Niemandem. Die einzige Ausnahme bildet ihre beste Freundin.

Esben scheint das genaue Gegenteil von Allison zu sein. Er ist der Good-Guy, immer gut gelaunt und bei allen beliebt. Besonders durch seine Posts auf Social Media wurde er zu einem richtigen Internetstar. Die beiden begegnen sich immer wieder bis das Schicksal sie in einem Experiment zusammenführt… 180 Sekunden einer wildfremden Person in die Augen sehen. Sie konnten ja nicht ahnen, dass das Video von dem Experiment zu einer Sensation wird und sich so alles ändern kann…

Die Idee der Geschichte finde ich sehr gut. Es ist mal etwas anderes, habe ich jedenfalls gedacht. Ein soziales Experiment als Grundlage für einen Liebesroman klingt im ersten Moment sehr gut, leider fand ich die Umsetzung nicht wirklich gelungen. Die Story von Allison und Esben, die im ersten Moment komplett nicht zusammenzupassen scheinen, ist okay. Sie hat mich aber nicht umgehauen. Es geschieht eigentlich nicht sehr viel in der Geschichte der Hauptcharaktere. Die Nebenstorys fand ich da um einiges spannender und hätte gerne mehr darüber gelesen.

Mich konnte die Handlung nicht wirklich überzeugen. Ab der Mitte wurde es besser und gegen Ende fand ich es dann auch nicht so schlecht. Es ist einfach sehr viel Kitsch und Tragödie dabei, was einfach in der Form nicht wirklich meinem Geschmack entspricht.

Charaktere

Die zwei Hauptprotagonisten wurden gut beschrieben, bis auf das ich bis jetzt nicht herausgefunden habe wie Allison genau aussieht. Sie haben viele Charakterzüge aufgewiesen und waren auch sonst relativ interessant. Ich konnte ehrlich gesagt mich Allison nicht viel anfangen. Es wurde immer wieder versucht zu erklären das sie "psychische Probleme" hat jedoch habe ich das bei ihr nicht so gesehen. Sie wirkte auf mich wie das typische Mädchen in einem Roman. Esben war da schon etwas facettenreicher, doch auch er hat mich nicht wirklich in seinen Bann gezogen.

Die Nebencharaktere hingegen fand ich echt gut. So wie Allisons beste Freundin oder Esbens Schwester. Sie hatten beide eine interessante Geschichte zu erzählen, von der ich echt gerne noch mehr gehört hätte. Oder auch Simon, Allisons schwuler Adoptivvater fand ich einen guten Charakter in diesem Buch. Doch alles in Allem konnte ich mich leider nicht wirklich mit Allison und Esben anfreunden.

Emotionen

Ich muss leider sagen, dass ich von dem Buch sehr enttäuscht war. Es wurde extrem gehypt, als es erschien und die Story klang so vielversprechend. Doch leider hat es mich wirklich nicht überzeugt. Es wirkt, als wollten sie möglichst viel Drama und Tragödien einsetzen doch es hat nicht geklappt. Mich hat es nicht wirklich erreicht und ich fand die Liebesgeschichte zwischen Allison und Esben auch eher fad und fast schon langweilig. Es gab ein paar gute Momente, doch diese konnten mich leider dann auch nicht mitreissen.

Jedoch die Geschichten der Nebendarsteller, besonders Allisons beste Freundin, haben mich dann doch etwas berührt. Und Sie haben auch für den einen oder anderen Lacher gesorgt. Steffi ist in dem Buch meine Lieblingsperson und hat mich zum Lachen und sogar beinahe zum Weinen gebracht. Es könnte daran liegen, dass mir ihre Art sehr gefällt und mich ein wenig an meine beste Freundin erinnert, daher wurde ich bei ihr auch leicht emotional. Zu all dem muss ich erwähnen, dass ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Ich weine ab den kleinsten Dingen und kann mich auch emotional auf vieles einlassen. Daher war ich so enttäuscht, dass ich bei dem grössten Teil vom Buch eigentlich nichts empfunden habe. Echt schade.

Was hat mir gefallen?

Ich fand den Grundgedanken der Geschichte echt gut und es gab auch einige Teile, bei denen ich in die Geschichte hinein finden konnte. Doch was mir an dem Buch am besten gefallen hatte, waren die Nebencharaktere und ihre individuellen Geschichten.

Was hat mir nicht gefallen?

Ihr habt ja vielleicht schon gemerkt das ich nicht zu begeistert war von dem Buch. Ich fand es einfach schade, dass die Hauptstory von Allison und Esben so fad war. Der Grundgedanke war gut, doch leider war die Umsetzung nicht wirklich mein Fall. Es war fast zu kitschig und dramatisch dargestellt mit zu erzwungenen "Tragödien". Die Geschichte war ziemlich enttäuschend. Der Grundgedanke war gut, doch leider ist nicht das volle Potenzial, dass in der Story steckte, herausgeholt wurde.

Fazit

Es ist lesbar. Wenn man auf kitschige Liebesgeschichten steht, in denen eigentlich nicht viel passiert, findet man es vielleicht sogar gut. Doch für mich war es leider nichts und ich persönlich würde es auch nicht weiterempfehlen.


XOXO







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